Leitbild der Gemeinde EnnetbürgenPositionierung von Ennetbürgen Als attraktiver Wohn- und Lebensraum Als Wirtschaftsstandort für den Dienstleistungssektor Als Seegemeinde mit hohem Freizeitwert ZWECK Das Leitbild bezweckt, dem Gemeinderat Leitvorstellungen zu geben und Schwerpunkte und gewünschte Entwicklungen längerfristig für unser Dorf zu bestimmen. Das Leitbild ist formell nicht verbindlich. Es soll als Orientierungshilfe bei zukünftigen Entscheidungen und Planungstätigkeiten dienen. Es soll periodisch alle 5 Jahre überprüft und angepasst werden. THESEN 1. Tolerante Lebensgemeinschaft Der Gemeinderat unterstützt und fördert: a) die Einstellung gegenseitiger Achtung und Toleranz b) Integration von Neuzuzügern c) gemeinschaftsfördernde Anlässe d) Akzeptanz eines lebendigen Dorflebens e) Interessenabwägung zwischen Einzel- und Dorfinteressen f) Wahrnehmung der sozialen Aufgaben g) Entfaltungsmöglichkeiten für junge Menschen 2. Dienstleistungen Die Organisation der Gemeinde ist periodisch hinsichtlich Bürgernähe und Effizienz, Kompetenz und Kundenfreundlichkeit zu hinterfragen. Das Angebot der Gemeinde ist auf die Bedürfnisse der Bevölkerung ausgerichtet. Der Gemeinderat informiert die Bevölkerung über seine Tätigkeit. 3. Bedürfnisgerechter Wohnraum Die Gemeinde fördert mit der Bau- und Zonenordnung die Möglichkeit vielfältigen Wohnraum zu erstellen. Der Bau von Familienwohnungen, Alterswohnungen und von Wohnungen im gehobenen Segment soll zugelassen werden. Wohnraumerneuerungen und -erweiterungen werden unterstützt. Sie beleben das Dorfbild und sichern langfristig aktuelle Wohnformen. Die Gemeinde fördert Projekte durch ihre rasche Bearbeitung. 4. Arbeitsplätze Der Gemeinderat sieht Wachstumschancen vor allem im Dienstleistungssektor. Er steht ein für eine Nutzung des Flugplatzes, die dem Kanton Wertschöpfung bringt. Unternehmen, die auf eine Flugplatzinfrastruktur angewiesen sind, sind besonders willkommen. Störende Gewerbebetriebe im Dorf sollen nach Möglichkeit umgesiedelt werden. 5. Verkehr Die Verbindungen des öffentlichen Verkehrs auf Strasse, Schiene und See, insbesondere Richtung Luzern - Zürich, sind laufend zu verbessern. Auf die Bedürfnisse der Kundschaft ist Rücksicht zu nehmen. Umsteigemöglichkeiten in Form von Abstellplätzen für Fahrzeuge bei Stationen des öffentlichen Verkehrs werden begrüsst. Bei Bauzonenerweiterungen ist für die Erschliessung des Berges und die Entlastung des Hofurli-Gebietes und der Bürgenstockstrasse eine Umfahrungsstrasse-West zu prüfen. Eine bessere Erschliessung des Seefeldes wird unterstützt. 6. Freizeit, Sport, Kultur und Erholung Der Gemeinderat fördert und unterstützt Ideen und Aktivitäten, die der sinnvollen Freizeitgestaltung und Jugendarbeit dienen. In den nächsten Jahren sind insbesondere die folgenden Zielrichtungen aktuell: a) Aufwertung des Seefeld für wassergebundene Sportarten b) Attraktivierung des Seeufers (Seezugang, Liege- und Picknickplätze am Ufer, keine neuen Bauten direkt am Ufer) c) durchgehender Seeuferweg d) zusammenhängendes Fuss- und Wanderwegnetz, insbesondere Erstellung der Achse Riedmatt – Oeltrotte – VOLG – Schlüsselbucht e) Verlängerung des Scheidgrabenweges in Richtung Gnappiried und Verbindung mit dem Sunnehofsträssli f) Erhalt des Skulpturenparkes 7. Touristische Aufwertung Im Zusammenhang mit der Neukonzipierung des Ressorts Bürgenstock soll das touristische Angebot auf dem Bürgenberg ausgebaut und sichergestellt werden. Der Gemeinderat unterstützt Bestrebungen, die Bedingungen für verschiedene Sportarten zu verbessern (z.B. Reiten, Biken, Nordic-Walken, Golf, Schwimmen) Zu einem späteren Zeitpunkt kann eine Busverbindung über den Bürgenberg aktuell werden. Die Gemeinde setzt sich dafür ein, dass Dampfschiffe auch weiterhin Ennetbürgen anlaufen. 8. Neues Dorfzentrum Eine Stärkung der Achse Dorfplatz – Seeplätzli unter Einbezug des Gemeindehauses und des Gemeindesaales soll erfolgen. Ennetbürgen soll als Seegemeinde spürbar werden. Gleichzeitig könnte das Dorfzentrum mit einer verkehrsberuhigten Innenzone Buochserstrasse / Friedenstrasse aufgewertet werden. Der Dorfbach soll freigelegt werden. Das Zentrum belebende Angebote sind zu prüfen. Ein unterirdisches Parkhaus ist langfristig zu prüfen. 9. Offene Gemeinde Der Gemeinderat ist offen mit anderen Körperschaften, Gemeinden und Interessengruppen sachbezogen zusammen zu arbeiten. Synergien sind zu nutzen. 10. Finanzen Der Gemeinderat setzt sich für einen weiteren Aufschwung ein. Er ist überzeugt mit der bestehenden Standortqualität und der Umsetzung des vorliegenden Leitbildes die Voraussetzungen für eine positive Bevölkerungsentwicklung, welche eine gute demografische Durchmischung aufweist, und ein wachsendes Steuersubstrat zu haben. Ennetbürgen soll sich als zweitgünstiger Steuerstandort im Kanton positionieren. 11. öffentliche Sicherheit Der Gemeinderat setzt sich in enger Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, dem Gemeindeführungsstab und sämtlichen anderen Hilfs- und Sicherheitsorganisationen dafür ein, dass sich Menschen in Ennetbürgen sicher fühlen können. Gegen Naturgefahren sind die notwendigen Sicherheitskonzepte erstellt und Massnahmen gemäss Gefahrenkarten umgesetzt. 12. Umweltschutz Der Gemeinderat unterstützt den sorgsamen Umgang mit Energie (Minergie, Nutzung alternativer Energien). Er sensibilisiert die Bevölkerung für eine umweltgerechte Abfallentsorgung. Er unterstützt die Pflege von Besonderheiten unseres Ortsbildes (Natursteinmauern, Hecken, Naturobjekte). Sämtliche Entwicklungsschritte sind auf ihre Wirkung in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und ökologischer Hinsicht im Sinne der Nachhaltigkeit zu prüfen. Ennetbürgen, 29. Oktober 2008 |
| Leitbild - abgedruckt in "us eysem Dorf" Nr. 75 März 2009 Leitbild_Gemeinde_Ennetbrgen.pdf (3417.9 kB) |