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Leitbild Gemeinde Ennetbürgen

Positionierung von Ennetbürgen

Als attraktiver Wohn- und Lebensraum
Als Wirtschaftsstandort für Gewerbe und für Dienstleistungen
Als interessanter Arbeitgeber
Als Seegemeinde mit hohem Natur- und Freizeitwert

ZWECK

Das Leitbild bezweckt, dem Gemeinderat Leitvorstellungen und Schwerpunkte zu geben, um gewünschte Entwicklungen längerfristig für unser Dorf zu bestimmen.

Das Leitbild ist formell nicht verbindlich. Es soll als Orientierungshilfe bei zukünftigen Entscheidungen und Planungstätigkeiten dienen. Es soll periodisch überprüft und angepasst werden.


THESEN

1. Tolerante Lebensgemeinschaft

Der Gemeinderat ist sich seiner Vorbildfunktion bewusst und unterstützt und fördert:
a) Eigenverantwortung jedes einzelnen Bürgers
b) Gegenseitige Achtung und Toleranz
c) Integration von Neuzuzügern
d) Gemeinschaftsfördernde Anlässe
e) Akzeptanz eines lebendigen Dorflebens
f) Interessenabwägung zwischen Einzel- und Dorfinteressen
g) Wahrnehmung der sozialen Aufgaben
h) Entfaltungsmöglichkeiten für junge Menschen
i) Zusammenleben von Jung und Alt

2. Offene Gemeinde

Der Gemeinderat arbeitet mit den Körperschaften, den Gemeinden, dem Kanton und mit Interessengruppen sachbezogen zusammen. Synergien werden genutzt.

3. Finanzen

Der Gemeinderat ist überzeugt mit der bestehenden Standortqualität und der Umsetzung des vorliegenden Leitbildes die Voraussetzungen für eine massvolle Bevölkerungsentwicklung zu schaffen. Diese weist idealerweise eine gute demografische Durchmischung auf, und generiert ein wachsendes Steuersubstrat. Ennetbürgen soll sich als zweitgünstigster Steuerstandort im Kanton positionieren.

4. Dienstleistungen

Die Organisation der Gemeinde ist periodisch hinsichtlich Bürgernähe und Effizienz, Kompetenz und Kundenfreundlichkeit zu hinterfragen. Das Angebot der Gemeinde ist auf die Bedürfnisse der Bevölkerung ausgerichtet.

Der Gemeinderat informiert die Bevölkerung über seine Tätigkeit.

5. Bildung

Der Gemeinderat setzt sich für eine Schule mit qualitativ guter und zeitgemässer Bildung ein, welche die optimale Voraussetzung für Schulabgänger auf ihrem künftigen Lebensweg ermöglichen soll.

Die Schule Ennetbürgen schafft ein sicheres und faires Arbeits- und Lernklima, wo sich alle gegenseitig schätzen, unterstützen und mit Offenheit und Vertrauen begegnen.

6. Öffentliche Sicherheit

Der Gemeinderat setzt sich dafür ein, dass sich Menschen in Ennetbürgen sicher fühlen. Gegen Naturgefahren sind die notwendigen Sicherheitskonzepte zu erstellen und Massnahmen gemäss Gefahrenkarten umzusetzen.

7. Technische Infrastruktur

Der Gemeinderat ist sich der Wichtigkeit der Wasserversorgung, der Abwasserbeseitigung, der Abfallentsorgung, der Gemeindestrassen sowie der gemeindeeigenen Immobilien bewusst. Mit deren Unterhalt und dem wirtschaftlich vertretbaren Ausbau strebt er Folgendes an:
a) Sichere Versorgung mit hygienisch einwandfreiem Trinkwasser
b) Getrenntes Sammeln von Abwasser und Regenwasser
c) Beseitigung der Abwasserinhaltsstoffe und dadurch Wiederherstellung der natürlichen Wasserqualität
d) Sammeln von Abfällen zwecks Wiederverwendung, Recycling oder thermischer Verwertung
e) Schaffen von dauerhaften und sicheren Verkehrsflächen
f) Werterhaltung und zeitgemässe Nutzung der gemeindeeigenen Immobilien

8. Verkehr

Die Verbindungen des öffentlichen Verkehrs auf Strasse, Schiene und See, insbesondere Richtung Luzern und Flüelen, sind laufend zu verbessern.

Auf die Bedürfnisse des Mobilen Individualverkehrs (MIV), des Langsamverkehrs sowie des Öffentlichen Verkehrs ist Rücksicht zu nehmen.

9. Entwicklung Dorfkern

Wir wollen aktiv unseren Dorfkern zwischen Gemeindehaus, Gemeindesaal und Schulzentrum neu gestalten. Dabei wollen wir Bestehendes, wo sinnvoll, bewahren und mit Neuem verbessern. Diese Zone soll mit einem attraktiven Angebot zur Begegnungszone für die gesamte Bevölkerung werden.

Gleichzeitig soll der Verkehrsfluss beruhigt und die Parkplatzsituation mit neuen Ideen verbessert werden.

10. Arbeitsplatz

Der Gemeinderat erkennt Wachstumschancen im Dienstleistungssektor sowie als Standort für Gewerbebetriebe (KMU).
Der Gemeinderat pflegt den Kontakt mit den bestehenden KMU in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung Nidwalden und dem Gewerbeverein.
Wir wollen eine zivile Nutzung des Flugplatzes, jedoch keinen Regionalflugplatz.

11. Bedürfnisgerechter Wohnraum

Die Gemeinde fördert mit der Bau- und Zonenordnung vielfältigen Wohnraum. Der Bau von Familienwohnungen, Generationenwohnungen, Alterswohnungen und Wohnungen im gehobenen Segment wird unterstützt.

Der Gemeinderat setzt sich für einen schonenden Landverbrauch ein uns sichert so langfristig unbebauten Lebensraum.

12. Freizeit, Sport, Kultur und Erholung

Der Gemeinderat fördert und unterstützt Ideen und Aktivitäten, die das bestehende Freizeitangebot erweitern, der Jugendarbeit dienen und ein aktives Leben in der Gemeinde ermöglichen. Er setzt sich ein für
a) die Unterstützung von kulturellen Anlässen, die das gesellschaftliche Leben in der Gemeinde bereichern.
b) Attraktivierung des Seeufers
c) Zusammenhängendes Fuss-, Wander- und Bikewegenetz
d) Erhalt des Skulpturenparkes
e) Erhalt eines attraktiven Strandbades

13. Touristische Aufwertung

Im Zusammenhang mit der Neukonzipierung des Ressorts Bürgenstock soll das touristische An-gebot auf dem Bürgenberg ausgebaut und sichergestellt werden. Der Gemeinderat unterstützt Bestrebungen, die Bedingungen für verschiedene Sportarten zu verbessern (z.B. Wassersport, Biken, Nordic-Walken).

Die Gemeinde fördert Massnahmen, damit Dampfschiffe vermehrt Ennetbürgen anlaufen.

14. Umweltschutz

Der Gemeinderat unterstützt den sorgsamen Umgang mit Energie (z.B. Minergie, Nutzung erneuerbarer Energien). Er sensibilisiert die Bevölkerung für eine umweltgerechte Abfallentsorgung. Er unterstützt die Pflege von Besonderheiten unseres Ortsbildes (Natursteinmauern, Hecken, Naturobjekte).

Ennetbürgen, 10. März 2015

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