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Granitfindlinge

Die letzte Eiszeit hat auch ihre Spuren in Ennetbürgen hinterlassen. Am Abhang des Bürgenberges sind riesige Felsbrocken liegen geblieben, welche der Reuss- und Aaregletscher bis hierher transportiert haben.

Die letzte Eiszeit hat auch ihre Spuren in Ennetbürgen hinterlassen. Am Abhang des Bürgenberges sind riesige Felsbrocken liegen geblieben, welche der Reuss- und Aaregletscher bis hierher transportiert haben. Der imposanteste von ihnen soll auf dem Heimwesen Niederstein gelegen haben. Im 19. Jahrhundert wurden viele von ihnen gesprengt und zu "Kegelsteinen", Treppenstufen, Randsteinen oder Brunnentrögen verarbeitet. Heute sind ansehnliche Findlinge noch bei St. Jost, im Naswald, auf den Heimwesen Breiten, Kastell und Grossegg anzutreffen. Ein ganz besonders grosser Felsbrocken ist beim ist beim Allwegli ob der Panoramastrasse zwischen den Häusern Nummer 20 und 22 zu sehen.

Es erstaunt, warum gerade dieser Findling als einziger 1948 vom Regierungsrat Nidwalden „als Naturdenkmal unter den Schutz des Staates“ gestellt worden ist. Vielleicht war seine dorfnahe Lage dafür verantwortlich. Bei der Gestaltungsplanung der Überbauung des Gebietes Allwägli wurde der Findling wieder ein Thema und veranlasste den Regierungsrat 1986 einen hinreichenden Umgebungsschutz zu fordern. Er machte der Bauherrschaft verschiedene Auflagen, so unter anderen, dass der Stein sichtbar bleiben müsse und ein Weglein dazu hinführen soll. Neben den grossen Bauten an der Panoramastrasse hat der Stein heute allerdings viel von seiner früheren Bedrohlichkeit, frei über dem Dorf hängend, verloren.

Granitfindling